Es gibt unglaublich viele, tolle Serien und ich hab mir angewöhnt viele von diesen direkt auf DVD zu gucken. Es gibt zum Beispiel keine Werbeunterbrechungen und wenn ich es will, kann ich auch gern mal zwei oder drei Folgen am Stück gucken. Außerdem ist das Preis-/Leistungsverhältnis oder besser das Minuten/Euro Verhältnis bei Serien auf DVDs deutlich besser als bei Filmen. Was mich natürlich nicht davon abhält auch Filme zu kaufen.
Aus verschiedensten Gründen bin ich kein rechter Fan mehr von Zeichentrickserien und würde mir außer FUTURAMA auch nicht mehr viele im Fernsehen angucken, aber nach reichlich Empfehlungen und einem „Ach komm schon, dass ist genau Dein Ding!“ gab es dann am Wochenende bei uns den „Avatar – The last Airbender : Book 1“-Marathon. Das waren fast 10 Stunden (mit 20 Folgen zu je ca. 30 Minuten, glaub ich)

avatar_dvdAvatar ist eine Amerikanische Fernsehserie von Nick, die ich bis zu diesem Zeitpunkt als noch eine weitere Animeserie zur Kenntnis genommen hatte. Bis dato hatte ich mir aber noch keine Folge angesehen. Jetzt musste ich feststellen, dass es nun… 1. gar keine echte Animeserie ist und 2. mir dabei echt was entgangen ist.

Ich will mich hier gar nicht groß über den Inhalt auslassen – da kann man ja einfach mal den Wikipedia-Artikel nachlesen (was ich übrigens auch gemacht habe ;-)) Was mir an der Serie allerdings gefällt, obwohl die Hauptprotagonisten eigentlich jung sind (Ang – der Avatar z.B. ist erst 12 und seine beiden Begleiter sind 14 und 15) nimmt die Geschichte epische Ausmaße an, die aber dabei NICHT ins lächerliche abrutschen oder unglaubwürdig werden… Na ja, schon unglaubwürdig, weil es eine Fantasy-Geschichte in einer Fantasy-Welt mit Fantasy-Wesen ist, aber die Figuren sind stimmig und unglaublich gut gelungen.
Der Stil hat’s mir auch irgendwie angetan. Man erkennt deutliche Einschläge asiatischer Zeichentrickserien, was natürlich, wenn man bedenkt welcher Beliebtheit sich diese Produktionen erfreuen, sicherlich kein dummer Schachzug gewesen sein mag.
Erfreulich ist aber, dass sich zum Beispiel die überzogenen Grimmassen in Grenzen halten. Und ich will zugeben, dass ich das eine oder andere Mal gedacht habe: „Aaaah, das merkste Dir mal – dann kannst Du das auch mal so ähnlich machen!“
Auch schön ist ja, dass die Handlung aus fortlaufenden Folgen besteht und nicht aus lauter unabhängigen Episoden besteht.

Ein bisschen beunruhigt hat mich die Tatsache (bin bei meiner Wikipedia- Recherche drüber gestolpert) das M. Night Shyamalan zu der Zeichentrickserie jetzt eine Realverfilmung in die Kinos bringt. Versteht mich nicht falsch, ich war einer der wenigen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, der Mr. Shyamalan alle Filme verziehen hat, die er in den letzten Jahren auf das hoffnungsvolle Publikum loslassen musste. (Von „The Happening“ mal abgesehen!!!) Aber ich frage mich schon, warum man gerade ihn da in den Regiestuhl gesetzt hat? Gut, sicherlich eine bessere Wahl als Ihr-wisst-schon-wen. Aber der macht ja nur Spieleverfilmungen.

Nach der ersten Staffel kann ich jedenfalls sagen: Ruhig angucken. Mir hat’s sehr gut gefallen. … 🙂