Sind wir das nicht alle manchmal?
(M)Eine Abhandlung rhetorischer Fragen, die nicht alle mit ja zu beantworten sind.


Ihr habt Dämliche Dämonen bereits verschlungen? Gut so, denn hier geht’s nahtlos weiter.

Nates neuer Freund Richie hat es inzwischen zum Dämonenhüter-Lehrling geschafft. Und ärgert sich nun mit wandernden Betten (welche Treppe fällt er wohl als nächstes runter, sobald er ein Bein aus dem Bett schwingt?), staksigen Leitern und teuflischen Brombeersträuchern rum. Alltagsleben als Dämonenhüter in Seattle.

Da aber purer Alltag langweilig wäre, kommts natürlich wieder chaosdicke.

Lilli aus San Francisco taucht im Leben von Nate, Sandy (ja, die beiden sind inzwischen ein Paar) und Richie auf. Inkl. ihres blumigen VW-Käfers und angehängtem Wohnwagen. Und inkl. Zoot. Ihrem dämonischen Gefährten. Lilli kann Farben als Dämonen wahrnehmen, bezeichnet sich selbst aber nicht als Hüterin.

Als in Seattle eine übermonstergroße Trollfigur (eigentlich aus Stahl und Beton) verschwindet, ruft das selbstverständlich die Presse her, personifiziert von Mr. Calamitous, einem Reporter mit Gespür für Dämonen. Welche Rolle spielt der unförmige Mann, der immer zur Stelle zu sein scheint, wenn etwas un-/übernatürliches geschieht? Hat er den Troll zum Leben erweckt?

Und nicht nur der Troll verschwindet, sondern auch alle Farben- und Bilder-Dämonen aus Lillis Wohnwagen.

Steckt der Dämonenfresser hinter all dem, der schon im Prolog erwähnt wird? Und wenn ja, wie ist er auf die Bande in Seattle aufmerksam geworden?

Plötzlich tauchen auch wieder unsere alten Bekannten Kail und Zunder auf. Sie versuchen, Seattle zu zerstören, aber wirklich aus Rache um ihren verlorenen Meister? Oder steckt vielleicht etwas anderes dahinter?

Dafür ist jetzt Flappy, Nates erster Gehilfe, verschwunden. Findet er nur den Weg nicht mehr nach Hause oder führt der kleine Luftdämon etwa Böses im Schilde?

Nate macht sich auf die Suche nach Flappy. Und zwar mit dem Boot, genau dem Verkehrsmittel, mit dem seine Eltern vor einiger Zeit ums Leben gekommen sind. Wird er die schwere Reise antreten können?

Seattle scheint ins Chaos zu stürzen, doch vier mutige Helden werden das nicht zulassen…

Besonders gut gelungen ist wie bereits im ersten Teil die bildhafte und liebenswerte Beschreibung der Dämonen. Am besten gefällt mir der pupsgeräusch-machende Helm auf dem Dachboden. Oder die Bierdämonen, „die die Kehlen der feiernden Gäste hinabrutschen und zum Hirn aufsteigen.“ Nichts besonderes hingegen ist
die dämonische Kamera, die immer genau dann ein Foto macht, wenn man gerade blinzelte – solche Kameras gibt es in Massen.

Aber das allerbeste: Die Reihe geht weiter, wenn auch mit anderen Protagonisten. :-)

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Mario