Ein Spiel für 2-7 Personen
Spieldauer ca. 30 Minuten
Ab 8 Jahren

Die sieben Weltwunder der Antike – sie haben Geschichte geschrieben. Wir bauen sie, und weil das natürlich nicht alles sein kann, bauen wir auch noch Handelsbeziehungen aus, das Militär auf und Ressourcen ab. Und hinterlassen damit unsere Spuren in der Geschichte der Zivilisation.

Um es gleich vorweg zu nehmen: 7 Wonders ist „nur“ ein Kartenspiel. Jaja, ich weiß jetzt schon, Euch wird das ganze Spielzeug fehlen.

Die Karten sind aber schön gezeichnet und recht groß, so dass man trotzdem das Gefühl hat, „etwas in der Hand zu haben“.

Zu Beginn des Spiels ziehen alle Mitspieler – das können hierbei bis zu sieben (!) sein, das ist ja schon recht ungewöhnlich für ein Gesellschaftsspiel (das kein Partyspiel ist) – verdeckt „ihr“ Weltwunder, das sie zu errichten haben.

Dann beginnt das Spiel. Jeder Spieler erhält sein Startkapital an Münzen, seine Weltwunder-Tafel, die er vor sich auslegt sowie sieben Handkarten (Ihr merkt es schon, die sieben ist in diesem Spiel eine magische Zahl ). Alle Spieler suchen sich von ihren Handkarten gleichzeitig eine aus, legen diese offen vor sich aus und geben die restlichen Karten (je nach Runde nach rechts bzw. links) weiter. Jetzt sucht man sich also aus den verbliebenen sechs Handkarten seines Sitznachbarn wieder eine Karte aus, gibt die restlichen wieder weiter usw., bis jeder Spieler nur noch eine Karte übrig hat, diese kommt dann aus dem Spiel. Jeder Spieler hat nach der ersten Runde also sechs Karten vor sich ausliegen.

Das Spiel besteht aus drei Zeitaltern was bedeutet, es gibt drei Runden, in denen so verfahren wird. Pro Zeitalter werden die Karten begehrenswerter, aber auch teurer. Die Karten sind nämlich entweder kostenlos (v.a. in der ersten Runde), kosten Münzen bzw. in den weiteren Epochen müssen Bauwerke mit Rohstoffen bezahlt werden.

Die Handkarten können beinhalten:

  • Rohstoffe
  • Siegpunkte
  • Militär
  • Diverse Gebäude mit diversen Vorzügen
  • Gilden (kommen erst im dritten Zeitalter zum Einsatz)

Außerdem kann man mit seinen beiden direkten Sitznachbarn handeln, derjenige MUSS uns Rohstoffe abgeben, kann sich nicht wehren, wird dafür aber auch gut bezahlt.

Je mehr Spieler an einem Spiel beteiligt sind, desto mehr Karten werden ins Spiel gemischt, wodurch eine gleichbleibende Schwierigkeit gewährleistet wird.

Am Ende der drei Zeitalter werden die Punkte der Spieler auf dem beiliegenden Block zusammen gezählt und – wer hätte es gedacht – derjenige mit den meisten Punkten gewinnt.

Die Spielrunden sind mit ca. 30 Minuten relativ kurz, was am Ende eines langen Spieleabends nochmal der krönende Abschluss sein kann. Die Regeln sind recht schnell erklärt, da die Symbole auf den Karten selbsterklärend sind.

Außerdem ist – wie oben bereits erwähnt – das Spiel mit bis zu sieben Spielern eine regelrechte usnahmeerscheinung auf dem Gesellschaftsspielmarkt. Und dabei ist es gut, dass alle Spieler gleichzeitig agieren. Dadurch entstehen keine langen Wartezeiten.

Das Spiel wurde – zurecht wie ich finde – als Kennerspiel des Jahres 2011 ausgezeichnet.

Leider ist es meiner Meinung nach mit ca. 35-40 € bei Amazon recht teuer, aber wer gute Spiele zu schätzen weiß, der sollte damit auf jeden Fall seine Spielesammlung aufwerten.

Die Leseeule
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Mario