Ein Spiel für 1-2 Personen
Spieldauer ca. 15 Minuten
Ab 8 Jahren

Du bist ein Traumgänger, gefangen in einem Labyrinth von Pforten und Träumen. Entkomme, bevor es zu spät ist!

Heute stelle ich Euch ein Solitär-Kartenspiel meines Lieblingsverlags Pegasus vor, welches auch kooperativ von zwei Spielern zusammen gespielt werden kann.

In der schicken Metalldose befinden sich 76 Karten für das Basisspiel sowie direkt drei Erweiterungen, die einzeln oder alle drei zusammen gespielt werden können.
Die Karten sind sehr farbenfroh gestaltet und erinnern durch ihre abstrakte Art wirklich ein bisschen an Traumbilder.

Im Basisspiel gibt es drei unterschiedliche Kartentypen:

  • Labyrinthkarten (58 Stück in 4 verschiedenen Farben)
  • Pfortenkarten (8 Stück in 4 verschiedenen Farben)
  • Traumkarten (10 Stück)

Ziel des Spiels ist es, alle acht Pfortenkarten zu ergattern, um aus dem Labyrinth auszubrechen.

Aus seinen fünf Handkarten (werden nach jeder Runde nachgezogen) sucht sich der Spieler genau eine Karte aus und legt sie vor sich in der so genannten Labyrinth-Reihe ab. Jede Labyrinthkarte hat ein aufgedrucktes Symbol (Mond, Stern oder Schlüssel). Wichtig ist, dass nicht zweimal dasselbe Symbol hintereinander liegen darf. Sobald drei Karten derselben Farbe nebeneinander liegen, bekommt der Spieler die Pfortenkarte der entsprechenden Farbe.

Nach dem Anlegen werden die Handkarten wieder auf fünf aufgefüllt. Zieht man eine Labyrinthkarte, kommt sie auf die Hand. Pfortenkarten kommen auf den Limbus. Zieht man eine Albtraumkarte, gibt es vier verschiedene Straf-Alternativen. Die Albtraumkarte kommt danach auf den Ablagestapel.

Sollten sich nun Karten im so genannten Limbus befinden, werden diese wieder in den Zugstapel eingemischt.

Das Spiel ist gewonnen, wenn alle acht Pfortenkarten ergattert wurden. Ist der Nachzugstapel vorher leer, ist das Spiel verloren (und das geht ziemlich schnell!)

Die 2-Spieler Version unterscheidet sich dadurch, dass beide Spiele jeweils 4 Pforten entdecken müssen, eine je Farbe. Außerdem haben die Spieler sowohl eigene Handkarten als auch einen gemeinsamen Kartenpool.

Folgende Erweiterungen sind bei dem Spiel bereits dabei:

Das Buch der Schritte:
Hierbei müsst Ihr die Pforten in einer bestimmten Reihenfolge finden, die bei jedem Spiel anders ist. Das Wirken von verschiedenen Zaubern hilft Euch dabei, diese sind aber nicht ganz billig.

Die Türme:
Zusätzlich zu den Labyrinthkarten gibt es nun zwölf Türme, die im Zugstapel gefunden werden und (in einer extra Reihe) aneinander gelegt werden müssen. Vier Türme in unterschiedlichen Farben müssen nebeneinander liegen, um zu gewinnen.

Finstere Vorahnungen:
Es gibt acht verschiedene Karten mit Vorahnungen. Sollte auf dem Tisch eine bestimmte Reihenfolge von Karten ausliegen, für die eine Vorahnungskarte gezogen wurde, so geschehen negative Effekte.
Und endlich gibt es nicht nur Albträume, sondern auch glückliche Träume (4 Karten), bei denen man sich zwischen drei positiven Möglichkeiten entscheiden kann.

Das Prinzip des Basisspiels hört sich erstmal ganz einfach an, aber obwohl ich das Spiel jetzt ein paarmal gespielt habe muss ich zugeben, kein einziges Mal gewonnen zu haben. Es ist also wirklich tricky. Durch die kurze Spielzeit von ca. 15 Minuten und dem Scheitern immer kurz vor Ende hat es einen enormen Suchtfaktor, um endlich sagen zu können: Ich habe gewonnen.
Etwas nervig ist, dass, sobald sich eine Karte im Limbus befindet, der komplette Nachzugstapel neu gemischt werden muss und bei nur einem Spieler ist das ziemlich oft!
Durch eine bzw. alle Erweiterungen wird das Spiel (für ein Solitärspiel) sogar recht komplex. Sollte es jemand gewinnen, würde ich mich über einen Post freuen. :-)

Auf jeden Fall eine Spielempfehlung für Spieler, die nicht täglich/wöchentlich eine große Spielrunde zusammen trommeln wollen. Zudem ist das Spiel sowohl in der Verpackung als auch beim Spielen selbst recht platzsparend, so dass es gut auf Reisen mitgenommen werden kann. Ein ebener Untergrund ist allerdings sinnvoll.

Die Leseeule
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Mario