Leseeule

Ein Spiel für 3 – 5 Personen
Spieldauer ca. 90 Minuten
Ab 10 Jahren

Olympos versetzt uns ins antike Griechenland, wo es gilt, Feinde zu bekämpfen, Technologien zu entwickeln, Weltwunder zu errichten und das Wohlwollen der Götter zu erflehen.

Jeder Spieler setzt all seine Energie (und Siedler) daran, Prestigepunkte zu sammeln. Dies ist auf verschiedenste Arten möglich: Durch Eroberung von Regionen, durch Erzielen von Fortschritten oder durch das Bauen von Weltwundern.

Zugspieler ist immer der letzte Spieler auf der Zeitleiste. Er kann zwischen zwei Aktionsmöglichkeiten wählen: Expansion oder Entwicklung.

GriechenlandExpansion: Wer an der Reihe ist, setzt einen neuen Siedler auf den Spielplan und bewegt diesen, um neue Regionen zu erobern. Endet die Bewegung auf einem Gebiet eines Mitspielers oder eines Ureinwohnerstamms, kommt es zum Kampf. Jede Regionen produziert verschiedene Rohstoffe und teilweise helfen sie auch noch bei der Errichtung von Wundern. Als geographische Besonderheit gibt es die Region um den Olymp, die durch ein Zeus-Symbol gekennzeichnet ist.

Entwicklung: Der Zugspieler wählt ein Fortschrittsplättchen des Entwicklungsplans. Er muss über entsprechende Ressourcenplättchen oder Rohstoffwürfel verfügen. Jeder Fortschritt bringt dem Spieler Sonderfähigkeiten oder Boni (z.B. Prestigepunkte, Ressourcen, Kampfkraft, reduzierte Bewegungskosten usw.). Statt eines Fortschritts können die Spieler auch Wunder errichten, die besonders viele Siegpunkte bringen.

Für Partien mit 3 oder 5 Spielern werden die Regeln leicht abgewandelt.

Leider muss ich die Ausstattung etwas bemängeln. Die Anleitung ist recht unübersichtlich geschrieben und zauberte bei dem ein oder anderen ein großes Fragezeichen ins Gesicht. Da hieß es durchbeißen, zuhören und dann einfach losspielen. Ist man aber erstmal ins Spiel eingestiegen, spielt es sich recht flüssig. Daher lasst Euch davon nicht abhalten, es wird belohnt.

Spielaufbau

Das Spielbrett an sich ist schön gestaltet, der Entwicklungsplan ist allerdings nur aus dünner Pappe, da verstehe ich nicht, warum man die nicht aus dem gleichen wertigen Material herstellt wie das Spielbrett auch. Zumal man die Tafel auch das ganze Spiel hindurch benötigt und nicht nur ein Randgegenstand ist.

Innovativ finde ich die Idee, dass nicht reihum gespielt wird, sondern immer derjenige am Zug ist, der auf der Zählleiste (= Zeitkosten) am weitesten hinten steht. Daher lohnt es sich schon, nur kleine Schritte zu gehen, um z.B. zweimal nacheinander an der Reihe zu sein. Außerdem werden an bestimmten Zählleisten-Punkten (= Zeus-Felder) Schicksalskarten gezogen (eine oder zwei). Entweder bestrafen sie die Spieler mit den wenigsten Zeus-Symbolen oder belohnen diejenigen mit den meisten.

EntwicklungsplanBei den vielschichtigen Möglichkeiten muss man schon aufpassen, den Überblick zu behalten. Durch das Ziehen von Fortschritts-Plättchen gibt es unzählige taktische Möglichkeiten zu gewinnen, daher finde ich hat das Spiel einen sehr hohen Wiederspielwert.
Ystari hat inzwischen einige Hilfe zu Olympos auf seiner Webseite bereitgestellt. Dies sind FAQs zu den Regeln, eine Zwei-Personen-Variante sowie ein Abrechnungszettel.
Mögen die Götter gnädig gestimmt sein.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.